Warum dein Logo nicht der erste Schritt ist

Wie dir deine Seelenstimme im Marketing hilft

oder warum es zumindest nicht das erste ist, das du angehen solltest

Heute habe ich meinen ersten Interviewgast bei mir im Podcast. Ich freue mich sehr auf Jamila von Carnap. Jamila ist Expertin für Logogestaltung, Positionierung und alles was den Bereich Darstellungsform und Auftreten im Marketing- bzw. in der Businesswelt betrifft. Und ich freue mich sehr, dass sie heute hier mein Gast ist und wir über Logos und Positionierung sprechen werden.

Danke vielmals für die Einladung! Ich freue mich sehr hier in deinem Podcast sein zu dürfen und es ist für mich eine ganz besondere Ehre dein erster Interviewgast zu sein. Ich freue mich, mit dir in dieses unglaublich spannende Themenfeld einzutauchen, das ja gerade auf dem Weg in die Selbständigkeit oder auch während der Selbständigkeit immer wieder ein Thema ist.

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Rund um authentische Sichtbarkeit.

Wie mache ich mich sichtbar? Welche Tools kann ich dafür nutzen? Zu welchem Zeitpunkt im Prozess ist es relevant und wann darf ich mir welche Fragen stellen? Um eine Klarheit zu schafften – was ist überhaupt mein Aushängeschild, wer bin ich überhaupt und wie möchte ich das nach außen transportieren?

Und das ist so ein schönes Themenfeld, und super individuell, so wie du dich herauskristallisierst und in welche Richtung du dich bewegst mit intuitivem Marketing. Was es mit deiner Persönlichkeit zu tun hat, was es mir dir als Unternehmerpersönlichkeit, mit dir als absolutem Unikat zu tun hat.

So einzigartig wie du bist, darfst du dich auch zeigen und darstellen. Und das Logo ist einfach ein Teil davon. Und die Positionierung – die große Frage, dich ich mir natürlich im Vorfeld stellen darf.

Ja total! Und ich finde, häufig ist es so, dass es ein bisschen untergeht, die eigene Persönlichkeit mit reinzubringen.

Du hast es so schön „Aushängeschild“ genannt, dass auch mit reinzubringen. Und nicht nur einem strikten Plan zu folgen – Steckbrief erstellen, wie dein idealer Kunde aussieht, sondern dass man auch sich selbst als Persönlichkeit mit einfließen lässt. Ich finde es ist schon ein großes Stück an Positionierungsarbeit getan, wenn man sich selbst zeigt.

Dass man die eigene Persönlichkeit zeigt.

Denn es wird immer Menschen geben, die uns nicht mögen. Und das ist auch gut so. Denn die sortieren wir automatisch aus. Aber bevor wir jetzt direkt reinstarten, denn ich glaube die beiden Themen Logo und Positionierung liegen uns Beiden so sehr am Herzen.

Aber lass uns nochmal einen Schritt vorher einsteigen.
Stell dich doch gerne kurz mal vor! Wer bist du? Was machst Du?

Ich bin Jamila von Carnap und bin nun schon seit 10 Jahren selbständig.

Gerade bin ich auf dem Weg zur Unternehmerin, mitten im Aufbau eines Teams. Es begleiten mich schon länger Menschen, die mir an bestimmten Stellen zuarbeiten. Aber jetzt wird es ganz konkret und es bildet sich heraus, dass es ein neues Level annehmen darf und auch eine neue Ernsthaftigkeit bekommt. Diesen Schritt zu sagen, nun bin ich nicht mehr länger nur für mich verantwortlich, sondern ich übernehme auch für andere die Verantwortung. Die mit mir diesen Weg gehen und mit mir gemeinsam an meiner Vision arbeiten.

An meiner Vision: Gestalten und arbeiten.
Die es möglich machen, dafür ein starkes Fundament zu legen.

Das ist jetzt gerade der große Shift in meinem Leben und in meinem Arbeitsleben. Mein großes Thema ist authentische Sichtbarkeit. Dafür gibt es verschieden relevante Themenfelder. Das ist einmal die Logogestaltung. Diese ist eigentlich aus meiner langjährigen Beschäftigung mit der Schrift, der Schriftgestaltung und mit den Worten entstanden. Daraus eine treffende Symbolik, einen treffenden Stil sichtbar zu machen.

Egal wem ich begegne, wer mein Kunde ist, wer mich beauftragt und zum Beispiel sagt „mach mir mal meinen Laden schön, so dass er mich wiederspiegelt, dass er mein Potenzial noch mehr hervorhebt“. Darüber bin ich dazu gekommen, dass ich mittlerweile als Business Mentorin für Selbständige arbeite und sie beispielsweise im Themenfled Logogestaltung begleite. Wobei sich für mich herauskristallisiert hat, dass die Logogestaltung eigentlich immer das Thema ist, dass am Ende kommt. Und vorher darf der ganze Prozess durchlebt und und durchgearbeitete werden.

Mit der Fragestellung – wer bin ich eigentlich? Wozu bin ich hier? Was will ich nach draußen tragen? Und wie kann ich das transportieren?

Und genau so habe ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengefügt. Ich durfte schon sehr viele ganz unterschiedliche Kunden betreuen. Durfte sie in unterschiedlichsten Formen sichtbar machen. Und jetzt konzentriere ich mich mehr auf die Selbständigen bzw. auch auf eine neue Definiton von Selbständigkeit. Ich mache mich selbständig heißt für mich nicht zwangsläufig immer, dass meine Kunden alle Vollzeit selbständig sein müssen oder das anstreben. Sondern vielleicht auch eine Mischform anstreben; die sich mit einer Teilzeitanstellung nebenher verwirklichen in ihren ganz persönlichen Tehmen.

Das ist für mich auch eine super Konstellation, um ein wertvolles Fundatment für das Leben zu gestalten. Und genau darum geht es. Verbindende Themen, ich möchte mich kennen und ich möchte meine Fähigkeiten und meine Stärken dafür nutzen, um etwas weitergeben zu können. Um etwas möglich zu machen, um mein Angebot herauszukristallisieren. Genau diese Klarheit, was macht mich denn selbst stehend, können wir gemeinsam formulieren, ein Bild geben und das nach draußen bringen.

Ich finde es super schön, dass du ansprichst, dass das Logo etwas ist, was eigentlich am Schluss kommt. Denn sehr viele machen es genau anders. Und ich nehme mich da selbst nicht aus.

Wenn ich zwei Jahre zurück denke, ich habe mir wochenlang Steine in den Weg gelegt, weil ich dachte, ich brauche jetzt unbedingt ein Logo. Und ich möchte das selber machen. Ich wollte nicht jemanden beauftragen und auch keinen Logogenerator nutzen. Sondern ich wollte ein Logo das wirklich aus dem Herzen kommt, das von mir kommt.

Und ich liebe dieses Logo heute! Es ist nicht das, das ich jetzt aktuell nutze. Es war für ein anderes Unternehmen, ein anderes Projekt.

Aber ich liebe es nach wie vor. Und ich bin mir auch sicher, dass ich es irgendwann noch nutzen werde.

Es war wirklich so. Dadurch, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, ich brauche jetzt ein Logo und dann kann ich erst rausgehen, habe ich mich selbst wochenlang blockiert.

Für manche ist es das Logo, für manche ist es die Website, bis man raus gehen kann. Und ich finde es so schön, dass du gesagt hast, dass das Logo wirklich das ist, was ganz am Ende kommt. Am Ende von „ich weiß wer ich bin, ich weiß was ich tue, ich weiß wen ich erreichen möchte“!

Im Vorfeld habe ich mir eine Frage aufgeschrieben – teilweise hast du sie schon beantwortet. Aber lass uns da doch gerne nochmal bisschen genauer darüber sprechen.

Wie sieht denn der Logofindungsprozess bei dir ganz genau aus? Was sind die Schritte, die Meilensteine, die man mit dir durchläuft bzw. die du auch empfehlen würdest, die jeder durchlaufen sollte?

Super schöne Frage!

Weil genau das ist die Grundannahme, mit der die meisten Menschen zu mir kommen. Ich brauche erst dieses Erscheinungsbild, dann kann ich losgehen. Ich muss ja erst zeigen können, worum es hier geht. Dann kann ich Kunden anziehen.

Und wie ich mittlerweile herausgefunden habe, wie ich es handhaben kann, dass das Logo ein langfristiger Begleiter wird, ist dass das Logo eher eine Art Anker ist. Ein Anker den ich in die Zukunft werfe.

Der sich heute vielleicht noch etwas wie zu große Schuhe anfühlt. Also noch passe ich vielleicht nicht ganz rein. Aber es trägt dazu bei, mir eine Klarheit zu schaffen und mir diesen Nordstern ganz klar zu machen, auf den ich mich zubewegen möchte.

Denn das Logo sollte ja wirklich lange Zeit passen!

Und deshalb zurück zum Anfang – wenn meine Kunden kommen und sagen „ich hätte gerne ein Logo, denn ich muss in zwei Wochen Visitenkarten drucken und die Website fertig machen“. Genau dann darf ich sie erst mal ausbremsen. Und das ist spannend! Denn für die Meisten ist es unheimlich komisch, das ganz neu anzugehen!

Und es ist ein wunderschöner Effekt, dass alle am Schluss so dankbar sind. Wenn sie sich erst die Fragen stellen und dadurch eine ganz andere Tiefe erreichen. Und sich dann trauen, dieses Logo nicht nur als Abbild der aktuellen Situation zu nehmen und entstehen zu lassen.

Sondern wirklich auch eine Nummer größer, wo wir hinwollen! Wo wir hineinwachsen wollen! Wo wir vor allem die Motivation verspüren, zu wachsen und nicht einfach nur zu sein, wie wir uns jetzt gerade definiert haben.

Und das fängt definitiv mit der Klarheit darüber an. Was macht mich aus? Wofür gehe ich los? Was ist mein Thema? Was ist meine Leidenschaft? Was sind meine Stärken und Potenziale, die ich mitbringe?

Und da stellen wir uns spannende Fragen wie – Was sind deine Werte? Was ist deine Vision?
Was ist der Nordstern, an dem du dich orientieren möchtest? Was ist, wenn du träumst? Was ist das Bild dieser Welt oder dieser Gesellschaft, dieser Bereich auf den du Einfluss hast, was dem entsprechen würde, was du dir wünschst oder was dem entsprechen würde, was du mit gestalten möchtest.

Und darüber Klarheit zu erlangen, ist meiner Meinung nach der Meilenstein Nummer eins.

Der Meilenstein, der dich auf deinem ganzen Weg begleitet!
Und daran anschließend gehen wir im Prozess zur Logogestaltung auf diese ganzen Marketingthemen ein.

Was bedeutet das nun? Wenn ich daraus nun alle Bestandteile erkenne, von denen ich denke, dass sie nur zu einem Drittel einen unternehmerischen Wert haben und die anderen vielleicht sehr persönlich sind. Dann stellt sich die Frage, wie viel davon kann ich zeigen, wie viel möchte ich transportieren, damit mich jemand ganz authentisch wahrnehmen kann?

Denn wir haben die Tendenz, die Dinge, die uns eigentlich auf ganz natürliche Art und Weise konkurrenzlos machen, wegzulassen. Und es ist interessanterweise ein Gedanke, den ich heute Morgen auch hatte. Wenn du Angst hast vor der Konkurrenz, dann sei du selbst! Denn es gibt niemanden, der mit dir konkurrieren kann. Es gibt nichts Schöneres, als genau diesen Aspekt von dir zu zeigen, den du eigentlich gerne unter den Teppich kehren würdest, weil du denkst, es ist nicht zum Business passend. Der dich aber unterscheidet, der dich ausmacht, der die einzigartige Konstellation von dir und deiner Geschichte darstellt!

Und da schauen wir ganz tief rein. Wir holen alles auf den Tisch. Wir bereiten alles vor uns aus und setzen die einzelnen Puzzleteile für uns neu zusammen. So wie wir es für die verschiedenen Themen brauchen.

Und dann kommen natürlich auch Fragestellungen wie – wer ist mein Wunschkunde? Was ist eine passende Positionierung zu dem, was ich schon mitbringe? Wo möchte ich hin? Und wie kann ich das für die Außenwelt tatsächlich erlebbar machen?

Was sind die Kanäle, um in Kontakt zu kommen? Und dann geht erst die eigentliche Designarbeit los.

Dann, wenn wir darüber Klarheit haben und diesen Anker in die Zukunft werfen können. Dann, wenn wir dieses Vertrauen gewonnen haben. Das etwas größer sein kann, als wir uns fühlen.

Dann kann die gestalterische Arbeit losgehen.

Wir entwickeln Stilrichtungen, Schriftstile, Farbpaletten und alles was dazugehört. Und aus dem kristallisiert sich immer mehr heraus, was es braucht!

Wie sieht diese ganze Welt aus, die ich aufspannen möchte? Und vor allem, was sind meine ganz prägnanten Begrifflichkeiten? Die Wortliebhaberei ist ja mein absolutes Lieblingsthema, die mich schon immer in meinem Leben begeleitet.

Die richtigen Worte zu finden, um einen super coolen und griffigen Slogan zu finden!

Oder was es auch immer braucht, um sich zu präsentieren. Und das ist das letzte Kapitel, das wir zusammen abrunden mit der gemeinsamen Gestaltungsarbeit.

Und dann wird noch alles digitalisiert, lektoriert und in allen notwendigen Formaten zur Verfügung gestellt – und dieser Auftritt kann losgehen!

Heißt aber nicht, dass der Mensch, der sich mir anvertraut hat, nicht schon längst für sich und sein Unternehmen und seinen Entwicklungsweg losgehen kann.

Genau das gibt dem Ganzen dann einfach nur einen nächsten Schliff. Ein next Level. Eine neue Klarheit? Aber der Weg des Unternehmens beginnt auf jeden Fall schon vorher.

Und dann wird noch alles digitalisiert, lektoriert und in allen notwendigen Formaten zur Verfügung gestellt – und dieser Auftritt kann losgehen!

Heißt aber nicht, dass der Mensch, der sich mir anvertraut hat, nicht schon längst für sich und sein Unternehmen und seinen Entwicklungsweg losgehen kann.

Genau das gibt dem Ganzen dann einfach nur einen nächsten Schliff. Ein next Level. Eine neue Klarheit? Aber der Weg des Unternehmens beginnt auf jeden Fall schon vorher.

An diesem Prozess sieht man erst, was alles mit dran hängt, wenn man es gut machen möchte.

Dass man sich selbst ein Logo bastelt oder bei fiverr für 100 Euro ein Logo gestaltet. Das bekommen viele hin. Und das machen auch viele. Es geht super schnell.

Aber das ist nichts, was mich selbst repräsentiert! Und ich finde es so schön, dass du sagst, das nenn ich immer Persönlichkeit.

Die Persönlichkeit im Marketing! So wie du sagst, was sind die Dinge, die mich konkurrenzlos machen.

Das ist genau das, was mich von allen anderen unterscheidet!
Und ich finde, das wird im Business, im Online-Business, im Marketing so sehr unterschätzt. Was das wirklich für einen Unterschied machen kann. Und genau das kannst du im Logo präsentieren.

Ich finde es großartig, dass man dazu auch seinen ganzen Prozess geht. In dem man sich selbst entdeckt, in dem man sich selbst auch besser kennen lernt. Denn meiner Meinung nach, ist das Business die beste Persönlichkeitsentwicklung, die es gibt!

Es ist unglaublich, was bei der Logogestaltung alles dran hängt, wenn man es ordentlich macht. Und du hast auch über die Positionierung gesprochen. Denn das ist ja auch ein Thema, bei dem viele feststecken. Sich selbst Steine in den Weg legen. Ich muss mich erst positionieren, dann kann ich losgehen. Und man hört ja so oft, man muss sich spitz positionieren!

Was würdest Du jemanden raten, der sich bei seiner Positionierung schwer tut?
Vor dem Aspekt, dass ich das ja sowieso auch als Prozess begreife und so wie du gesagt hast, es eine stetige Persönlichkeitsentwicklung und auch eine stetige Herausforderung ist, wachsen zu wollen, sich selber erfahren zu wollen und auch die nächsten Schritte zu machen, über die eigenen Hürden hinauszuwachsen.

In dem Moment, wo ich selber greifen kann, wo ich hingehöre oder wo ich mich aufhalten will – ob das eine Nische oder ein sehr breiter Markt ist – gibt es zwei ganz hilfreiche Perspektiven.

Zum einen die Inspiration. Mich inspirieren zu lassen von dem was schon da ist. Ohne in den Vergleich zu gehen, mich ganz schnell ernüchtern und einschüchtern zu lassen.

Sondern in die Inspiration zu gehen, zu schauen, was gibt der Markt aktuell her und was würde mir persönlich auch gefallen? Wo habe ich das Gefühl, ach so wie der das macht, da hätte ich auch Freude daran.

Das fände ich total cool!

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Und mir diese Menschen, diese ganz konkreten Geschichten, Persönlichkeiten und Unternehemensgeschichten als Vorbild nehmen und für mich herauszukristallisieren, was gefällt mir daran?

Was würde ich genauso machen? Was würde ich anders machen? Und mit diesem Weg kann ich für mich ein gutes Bild zusammenstellen. Puzzleteile bilden, um zu spüren, wo fühle ich mich richtig?

Wo habe ich dieses Gefühl?

Hier kann ich mich entfalten! Hier kann ich mit meinem Thema da sein. Hier kann ich einen coolen Beitrag leisten. Und hier würde ich zum Beispiel auch Menschen ereichen, die ein ähnliches Mindset haben. Die ähnliche Bedürfnisse und Themen haben. Und genau das ist es, was uns auf der anderen Seite ganz oft davon abhält, überhaupt für uns lozugehen oder uns klar zu positionieren.

Denn wir denken, es gibt ja schon so viele. Wer braucht denn mich noch.

Und das ist das Schöne daran, dass wir es auch andersherum für uns verwenden können und uns einfach das rauspicken können, was wir absolut geil und unerlässlich finden.

Das soll in meinem Unternehmen dazu gehören. Aber das und das nicht! Was hab ich für Alternativen um es neu zu kombinieren?

Für mich kann es so ein gutes Bild schaffen, was auch alles möglich ist. Denn ich glaube am Anfang ja oft gar nicht daran, dass es auch für mich möglich ist.

Wenn andere es schon bewiesen haben, dass es geht, dann werde ich vielleicht auch einen Weg finden!

Und auf der anderen Seite, ist es meiner Meinung nach auch ein super wertvoller Weg, sich einfach auszuprobieren. In konkrete Situationen mit konkreten Kunden, Fragestellungen und Herausforderungen rein zu gehen und sich wirklich auszuprobieren.

Ganz ehrlich zu teilen, dass es das erste Mal ist, so ein Projekt anzunehmen. Aber ich möchte das total gerne ausprobieren.

Weil ich das Gefühl habe, die richtigen Fähigkeiten zu haben. Würde es vielleicht ein bisschen anders machen, als ich das kennengelernt habe.

Also wirklich ganz offen damit umgehen und in solchen Situationen Vereinbarungen treffen, die mich nicht so unter Druck setzen. Sondern mit dieser Ehrlichkeit reingehen und dem Gegenüber offen sagen „ich bin Neuling auf dem Feld, aber ich hätte total grandiose Ideen. Gibst du mir den Raum um es auszuprobieren“? Ohne dafür einen klassischen Preis festzulegen, bei dem ich das Gefühl habe, dem eventuell nicht gerecht zu werden. Vielleicht können wir ein bisschen niedriger einsteigen und und deshalb die Hürden für uns auch niedriger halten.

Sich einfach ausprobieren!

Schauen, wie fühlt es sich im Umfeld meines Lieblingskunden an? Ihn auf die Entwicklung eines coolen Produktes von dir ansprechen. Ihn fragen, ob er so etwas brauchen würde, seiner Situation entsprechen würde. Wenn nicht, ihn fragen, ob er mit dir als Testimonial-Kunde gemeinsam durch diese Reise gehen möchte? Und wir können die Erfahrung machen, ob das schon gut durchdacht ist oder ob es noch angepasst werden muss.

Also ich glaube, es geht wirklich darum, sich selbst zu erfahren. Und vor allem geht es darum, Selbstvertrauen zu entwicklen und direkt am Markt zu testen – wird es so gebraucht?

Hat des den gewünschten Effekt? Macht es Sinn? Braucht es jemand? Springt jemand auf den Zug auf, der sagt „cool darauf habe ich gewartet, dass mal jemand einen etwas anderen Ansatz in diesem Bereich hervorbringt“.

Und ich denke, so können wir für uns einen Weg finden, was sich für uns gut anfühlt, ohne nur in der Komfortzone zu sein. Also gut wie bequem, sondern auch herausfordernd.

Und hier wachse ich dadurch, dass ich in echte Situationen reingehe und auf der anderen Seite mich wirklich inspirieren zu lassen von den Menschen, von denen ich das Gefühl habe, die sind schon da, wo ich mich noch hin entwickeln möchte.

Und ich brauche denjenigen ja nicht kopieren, aber ich kann mich inspirieren lassen. Einfach schauen, was davon passt zu mir. Was kann ich für mich integrieren, damit ich auf meinem natürlichen Weg wachse und mich herauskristallisieren!

Und ich finde es sehr wertvoll, was du gesagt hast, sich selbst erleben und ausprobieren. Sich selbst erfahren! Und bezüglich der Positionierung denken viele, bzw. was ihnen am Markt suggeriert wird, das braucht man jetzt, bevor man starten kann.

Und dabei ist es wirklich eine Entwicklung auf dem Weg!
Positionierung ist nichts starres; das darf sich die ganze Zeit entwicklen. Das heißt nicht, heute mache ich etwas mit Finanzen und übermorgen biete ich ein Kochbuch an. Aber dass man um sich herum die Positionierung erschafft, und nicht im Sinne „ich setze mich jetzt hin und erschaffe meine Positionierung mit Stift und Papier“.

Sondern, dass man das erleben darf. Dass man es gestalten darf. Und dass man sich selbst erlaubt, dass dieser Prozess sein darf. Sich nicht selbst blockiert, indem man sagt, wenn ich meine Positionierung habe, dann funktioniert es. Denn ich habe noch keine spitze Positionierung, deshalb funktioniert es nicht. Sondern, dass es auch schon funktionieren darf, bevor man das auf einen Satz runter brechen kann, was man überhaupt tut. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, der auch ganz viel Druck rausnehmen kann.

Absolut!

Und die Themen, bei denen wir gefragt sind, uns zu definieren, sind dann ja auch oft gleichzeitig die Stolpersteine, die uns blockieren, überhaupt loszugehen. Wie das Logo, die Positionierung, Deine Werte.

Wenn die Frage im Raum steht – du kennst deine Werte nicht? Aber das macht ja nichts!

Ich kann ja wirklich meine Schritte gehen und bin eingeladen, diese Themen in regelmäßigen Abständen auch wieder zu hinterfragen. Das ist ja nichts, was ich einmal in Stein meißel und mich dann nur noch innerhalb dieses festgefahrenen Rahmens bewege.

Sondern auch mit einer total stimmigen Positionierung und mit einem Themengebiet, in dem ich mich total wohl fühle, darf ich ja trotzdem wieder schauen. Wie stimmig ist meine Positionierung mit meinen zusätzlichen Erfahrungen noch?

Vielleicht ergeben sich ja ganz neue Themenfelder, eine neue Richtung in die ich gerne ein neues Produkt entwickeln würde. Weil ich dadurch merke, dass ich darin eine wahnsinnige Kompetenz habe. Das war mir vielleicht nur noch nicht so klar.

Aus diesem Grund finde ich es so unheimlich wichtig, dass die einzelnen Themengebiete für uns Orientierungen sind, die wir immer wieder nutzen können, um zu schauen wohin wir uns bewegen wollen. Wohin möchten wir denn? Aber nie uns dadurch einschränken lassen!

Denn wenn ich einmal gesagt habe, ich schreibe Kochbücher, darf ich dann nicht etwas anderes machen? Und uns damit ein Gefängnis bauen. Dass wir denken, wenn ich einmal im außen gesagt haben, wer wir sind, dürfen wir nicht auch etwas anderes, zusätzliches toll finden.

Und deshalb finde ich es eine schöne Einladung, im Werden und im Wachsen, das Wachstum zuzulassen.

Durch die ersten Schritte dann immer wieder zu relfektieren, wo stehe ich jetzt gerade. Was ist denn, wenn ich dieses Jahr Bilanz ziehe? Wo habe ich mich hin entwickelt. Was möchte ich von den bisher gebrauchten Mustern, Methoden und Angeboten weitertragen? Und wo dürfen neue Aspekte hinzukommen? Und aus diesem Grund dürfen wir unsere Positionierung immer wieder hinterfragen!

Ja genau! Eigentlich alles im Business. Egal ob es das Angebot ist, die Positionierung, die Strategie. Auch das Logo kann man sich regelmäßig anschauen, ob man darin etwas verändern möchte. Es kann vielleicht von der Struktur gleich bleiben, aber man möchte es eventuell etwas weicher gezeichnet haben. Es ist alles möglich! Und egal was wir im Business entscheiden, es ist nie etwas in Stein gemeißelt!

Alle Fragen, die wir bis jetzt hier beantwortet haben, hat die liebe Jamila vorab schon gekannt. Aber ich habe ihr auch verraten, dass ich noch eine Frage habe, die ich ihr vorher nicht sagen möchte. Und zwar – wenn bei dir alle Social Media Profile und alle Kontakte gelöscht sind, dich keiner mehr im Businessbezug kennt – wie würdest du dein Business aufbauen?

Das ist eine tolle und richtig spannende Frage.

Es gibt tatsächlich Momente, in denen ich denke, dass ich neidisch bin auf jemanden, der jetzt sein Business neu aufbaut.

Weil ich denke, wie schön es ist, mit so einer Klarheit zu starten. Wie schön, wenn man dieses ganze Prinzip umdreht und sich ernsthaft fragt – wer bin ich denn? Wer will ich sein?

Und wie grandios kann mein Business werden, wenn ich mich selbst zum Fundament des Ganzen mache. Wenn meine ganze Persönlichkeit hier da sein darf. Weil alles, was um mich herum entsteht, so viel mehr an Tiefgründigungkeit und Verlässlichkeit haben kann.

Egal ob es um mein Team oder mein Thema geht. Wenn ich weiß, dass ich mit meiner kompletten Person, meiner kompletten Lebenserfahrung, meiner Lebensgeschichte dahinter stehe. Und das sind einfach meine Themen.

Also tatsächlich, wenn ich heute mein Business nochmal neu aufbauen würde, dann würde ich mir genau diese Fragen stellen. Wer bin ich? Wer will ich sein? Und das mit der ganzen Welt teilen!

Meine absolute, pure Freude an der großen Vision, die ich für diese Welt und mein Leben habe!

Und ich glaube, das wäre das allererste, was ich teilen wollen würde. Warum ich diese Schritte überhaupt gehe. Weil ich glaube, es ist das Bewegendste und das Schönste, was man mit anderen teilen kann, was einen wirklich so tief im Herzen berührt und anspornt, etwas bewegen zu wollen.

Und das als Fundament würde ich mir wahrscheinlich als einziges in Stein meißeln. Damit ich mich immer wieder daran erinnere, warum ich überhaupt losgegangen bin und welche Welt ich mitgestalten will.

Weil das ist ein so unfassbar großer Motivator für alles! Für die Phasen, die kommen werden, in denen man sich frägt – was mache ich hier eigentlich? Wenn sich Dinge manchmal so schwer anfühlen. Wenn du die nächsten Schritte noch nicht sehen kannst. Wenn du dich frägst, ob es überhaupt das Richige ist? Habe ich die richtigen Leute? Bin ich eine gute Leaderin? Bin ich eine gute Unternehmrin? Bin ich eine gute Arbeitgeberin?

All solche Fragen und Hürden, die dann vielleicht auch mal zu Zweifeln führen können.

Und ich glaube, wenn wir uns in all diesen Momenten zurück erinnern an den Grund, warum wir überhaupt losgegangen sind, was wir damit bezwecken wollen, dann kann eigentlich nichts schiefgehen. Es kann natürlich etwas schiefgehen und wir können Umwege machen, die uns zum Nachdenken bringen.

Aber meines Erachtens und aus meiner Erfahrung heraus, gibt es wirklich nichts Schöneres, wie wenn ich weiß, wo ich hin will. Wenn ich so einen Antreiber habe, der einfach mein Herz berührt. Und darauf würde ich alles aufbauen! Alles was ich tue.

Und ich würde alle meine Marketingaktivitäten hinterfragen, ob sie mich darin bestätigen, ob sie mich genau so zeigen, wie ich bin. Ich würde nicht länger hinterfragen, ob ich wirklich ich sein darf.

Darf ich mich wirklich so zeigen, mit meiner ganzen Person, mit meinen Eigenarten, mit ganz speziellen Seiten. Auch vielleicht mit ganz wilden Themen, Konstellationen und Dingen von mir, die mich begeistern.

Und das ist das allerschönste, was wir dieser Welt für ein Geschenk machen können, wenn wir als ganze Menschen da sind.

Wenn wir als ganze Menschen Unternehmer sind. Wenn wir mit all unserer Leidenschaft und unseren Themen reingehen, die wir mit unserem Unternehmertum berühren können.

Es geht ja nicht darum, das wir nur ein Produkt verkaufen. Sondern vor alledem auch mit unseren Finanzstörmen, wo wir unsere Produkte beziehen, die wir brauchen. Oder wohin wir spenden und damit ja auch die Welt gestalten.

Deshalb, lerne dich so gut kennen, wie du nur irgendwie kannst und lass auch die Welt dich kennen lernen.

Und ich glaube, dass ist für mich die wichtigste Basis geworden, um ein Business aufzubauen. Es wäre für mich tatsächlich schön, nochmal von diesem Blank-Paper zu beginnen und einfach zu sagen, so hier bin ich! Und das können wir aber ja auch jederzeit tun!

Jeden Tag können wir entscheiden! Jetzt reichts. Ich höre auf mich zu verstecken.

Und heute nutze ich die Vorstellung von diesem Blank-Paper und darf von neuem beginnen. Ich darf hier komplett da sein!

Ja total – super schön!
Es klingt, als würdest du intuitives Marketing machen!
Die einzige Frage, die jetzt vielleicht noch offen sein könnte – wo findet man dich liebe Jamila?

Wo erreicht man dich? Wo findet man dich online, wenn man mehr von dir erfahren möchte. Eventuell mit dir zusammen arbeiten möchte. Oder die ganzen schönen kalligrafischen Sachen sehen möchte, die du so online erstellst?

Nachdem ich ja das Glück habe, dass schon etwas vorhanden ist, findet man mich auf Instagram. Dort bin ich sehr aktiv, teile mit was ich so erlebe, was mich berührt. Gerade auch in Worten, in Schriftform und auch in den Storys. Was in meinem Unternehmen so passiert, was mich bewegt. Ich finde es eine schöne Plattform, um ein authentisches Abbild von sich zu generieren, mit allem was dazu gehört.

Und meine Website entsteht gerade mal wieder neu. Es gibt eine Page, die euch empfängt, wenn ihr euch dafür interessiert.

Da ist gerade ganz viel im Werden, im Entstehen und im Umbruch – weil auch für mich meine Posistionierung nochmal sehr viel klarer und greifbarer geworden ist. Und das möchte ich gerade alles mit einfließen lassen.

Passt sehr gut zu diesem Beispiel, dass die Website absolut nicht das ist, was wir als erstes brauchen, wenn wir losgehen!

Auch mein Logo entsteht gerade nochmal neu.

Und das ist super spannend, weil ich an einem Punkt bin, wo ich mich so viel besser und klarer definieren kann. Es mir richtig Freude macht, es auch in eine Form zu gießen.

Und das sind auf jeden Fall die Kanäle, wo man mit mir in Berührung kommen kann.

Instagram ist natürlich immer auch eine schöne Einladung, direkt in Kontakt zu gehen, auch direkt Fragen zu stellen, sich frei zu fühlen, einfach sich zu melden bei Unsicherheiten, Fragen oder auch Anfragen nach der Zusammenarbeit.

Und da können wir sehr gerne gemeinsam eintauchen. Gerne in die Verbindung gehen, ins Gespräch gehen und schauen, was der jeweilige in seiner Situation braucht, wo er in seinem Prozess steht und was aus meiner Sicht die nächsten Schritte sind.

Ob es zu einer Zusammenarbeit mit einem größeren Konzept im Eins-zu-Eins-Mentoring zum Businessaufbau mit Logogestaltung geht. Oder du vielleicht eins meiner Business Retreats besuchen möchtest, die auch eine schöne Plattform sind. Um da für sich in einer sehr intensiven Zeit ein Fundament zu legen für die zukünftigen Schritte.

Alles wird möglich sein!

Den einen oder anderen Clubhouse-Talk wird es in nächster Zukunft geben. Das ist für mich auch eine schöne Plattform, um direkt in Verbindung und ins Gespräch zu gehen

Das klingt super! Ich danke dir, liebe Jamila, für das wunderschöne Interview.

Ich glaube, es waren ganz viele „Goldstücke“ dabei!

Und ich würde dir empfehlen, die „Goldstücke“ für dich heraus zu schreiben, was das ist, was du jetzt vielleicht anders machen möchtest. Was dich bisher davon abgehalten hat, dich endlich in deiner vollen Größe erstrahlen zu lassen.

Und was du stattdessen machen möchtest. Denn es geht nicht darum, dass wir Dinge nur konsumieren, dass wir Weisheiten zu hören bekommen, dass wir Erfahrungswerte zu hören bekommen.

Sondern es geht tatsächlich darum, dass wir für uns das herausziehen, was für uns relevant ist und es auch tatsächlich umsetzen.

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